PCOS Behandlung in Dormagen

PCOS — das Polyzystische Ovarialsyndrom — ist häufiger als viele denken und betrifft nicht nur den Zyklus, sondern oft auch den Stoffwechsel. Wir nehmen Ihre Situation ernst, ordnen Befunde nüchtern ein und entwickeln gemeinsam einen Behandlungsplan, der zu Ihrem Leben passt.

Elisa Mahlberg, Frauenärztin in Dormagen – PCOS Behandlung

PCOS betrifft nicht nur den Zyklus und die Hormone, sondern häufig auch den Stoffwechsel. Deshalb betrachten wir neben Zyklusbeschwerden oder Kinderwunsch auch mögliche metabolische Faktoren. PCOS ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit — wir gehen strukturiert vor, erklären Befunde verständlich und entwickeln mit Ihnen einen Behandlungsplan.

PCOS Symptome ernst nehmen – auch wenn sie uneindeutig sind

Viele Frauen laufen jahrelang mit einem Bauchgefühl durch die Welt, dass „irgendetwas nicht stimmt": Der Zyklus bleibt immer wieder aus, die Schwangerschaft will nicht eintreten, Beschwerden werden mal so, mal so eingeordnet. Dazwischen bleibt ein Gefühl von Nicht-Ernstgenommen-Werden.

Unsere PCOS-Behandlung beginnt damit, Ihre Beobachtungen ernst zu nehmen. PCOS ist kein Einzelbefund, sondern ein Muster aus Symptomen, Hormonwerten und Ultraschallbefund. Wir schauen auf dieses Gesamtbild und ordnen es für Sie ein – ohne Bagatellisierung und ohne Dramatisierung.

Was in der PCOS Behandlung bei Elisa Mahlberg passiert

Wir arbeiten nach den Rotterdam-Kriterien und einem strukturierten Ablauf:

  • Ausführliche Anamnese. Zyklus seit der Menarche, Beschwerdebild, Vorerkrankungen, Familie, Medikation, Vorbefunde, Kinderwunsch.
  • Untersuchung und Ultraschall. Gebärmutter, Eierstöcke (Antralfollikel-Zahl, Ovarvolumen), Schleimhaut, Hinweise auf polyzystische Veränderungen.
  • Gezielte Diagnostik. Welche Hormonwerte und Stoffwechselparameter sinnvoll sind, hängt von Ihrer Situation und der konkreten Fragestellung ab. Das besprechen wir individuell und entscheiden gemeinsam, welche Untersuchungen im jeweiligen Fall sinnvoll sind.
  • Einordnung und Therapieplan. Wir besprechen Befunde in Ruhe und entwickeln einen Plan: Lebensstil, Zyklusregulation, Prävention von Stoffwechselrisiken, ggf. Kinderwunsch-Stimulation.

PCOS Diagnose, medikamentöse Therapie und Kinderwunsch-Stimulation

Die PCOS-Diagnose basiert auf den Rotterdam-Kriterien: zwei von drei Befunden aus unregelmäßigem Zyklus/Anovulation, klinischem oder laborchemischem Hyperandrogenismus und polyzystischen Ovarien im Ultraschall. Andere Ursachen werden vorher ausgeschlossen. Aus Diagnose wird Behandlungsplan – konkret besprechen wir:

  • Zyklusregulation und Endometrium-Schutz: Gestagen-Programme, kombinierte Pillen, Hormonspirale – je nach Alter, Kinderwunsch-Planung und Verträglichkeit.
  • Stoffwechselperspektive: Wir prüfen mögliche metabolische Faktoren wie eine Insulinresistenz und besprechen, welche Maßnahmen — von Lebensstil bis zu medikamentösen Optionen — in Ihrer Situation sinnvoll sein können. Ob ein Medikament wie Metformin sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation ab.

Gerade bei jungen Patientinnen ist eine sorgfältige Einordnung wichtig. Zyklusunregelmäßigkeiten in der Pubertät und Adoleszenz können zunächst auch normal sein. Eine PCOS-Diagnose sollte deshalb nicht vorschnell gestellt werden — wir nehmen uns die nötige Zurückhaltung, bis das Bild wirklich klar ist.

Unsere Leistungsgrenze: Elisa Mahlberg ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, keine Endokrinologin. Wenn der Schwerpunkt der Abklärung außerhalb der Gynäkologie liegt (z. B. komplexe Stoffwechsel- oder Nebennierenfragen), überweisen wir an eine endokrinologische Praxis und arbeiten mit deren Befunden weiter. Mehr zu allgemeinen Hormonthemen auf unserer Hormonsprechstunde.

PCOS ist kein Urteil. Es ist ein Muster, das man verstehen kann – und mit dem man viel besser leben kann, wenn jemand es mit Ihnen sortiert.
— Elisa Mahlberg
Elisa Mahlberg, Frauenärztin in Dormagen – PCOS Behandlung

Wann lohnt sich eine PCOS Abklärung bei der Frauenärztin?

Sinnvoll ist ein Termin bei folgenden Anhaltspunkten:

  • Zyklus dauerhaft länger als 35 Tage oder seltener als 8 Mal pro Jahr,
  • auffallend kurze Zyklusabstände,
  • Kinderwunsch mit unregelmäßigem Zyklus,
  • familiäre Häufung von PCOS oder Typ-2-Diabetes,
  • bekannte oder vermutete Stoffwechselthemen wie eine Insulinresistenz.

Auch wenn Sie „nur einen Verdacht" haben, lohnt sich ein Termin. Je früher PCOS erkannt und individuell begleitet wird, desto besser lässt sich Folgerisiken (z. B. Stoffwechselerkrankungen, Endometrium-Schutz) vorbeugen.

FAQ

Häufige Fragen zur PCOS Behandlung

Die häufigsten Muster sind: seltene oder ausbleibende Perioden, Akne, vermehrter Haarwuchs (Hirsutismus), diffuser Haarausfall am Scheitel, Gewichtsveränderung und Probleme beim Kinderwunsch. Nicht jede Frau mit PCOS hat alle Symptome – das Bild ist sehr individuell.

Nach den Rotterdam-Kriterien: Zwei von drei Punkten müssen erfüllt sein – seltene/ausbleibende Eisprünge, klinischer oder laborchemischer Hyperandrogenismus (erhöhtes Testosteron, Hirsutismus, Akne) und polyzystische Ovarien im Ultraschall. Wichtig: Andere Ursachen werden vorher ausgeschlossen (z. B. Schilddrüse, Prolaktinom, späte adrenogenitale Syndrome). Gerade bei jungen Patientinnen ist eine sorgfältige Einordnung wichtig — Zyklusunregelmäßigkeiten in der Pubertät und Adoleszenz können zunächst auch normal sein. Eine PCOS-Diagnose sollte deshalb nicht vorschnell gestellt werden.

Die Pille kann sinnvoll sein, wenn Zyklus-Regulation, Akne oder Hirsutismus im Vordergrund stehen – und wenn kein Kinderwunsch besteht. Sie behandelt die Symptome, heilt PCOS aber nicht. Nach dem Absetzen kommt das Grundmuster oft zurück. Welche Optionen für Sie passen, besprechen wir individuell.

In vielen Fällen ja. Wir bieten medikamentöse Stimulationsprotokolle mit Follikulometrie und Zyklus-Monitoring an. Welche Medikation in Ihrem Fall passt, besprechen wir im persönlichen Gespräch. Für viele Patientinnen führt das bereits zur Schwangerschaft, ohne dass eine weiterführende reproduktionsmedizinische Behandlung notwendig wird. Wenn eine Reproduktionsmedizin (IVF/ICSI) erforderlich wird, überweisen wir an ein etabliertes Kinderwunschzentrum.

Beratung, Basisdiagnostik und medizinisch begründete Therapie sind bei GKV-Versicherten abgedeckt. Erweiterte Diagnostik ohne medizinische Indikation ist in der Regel keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse und kann als Selbstzahlerleistung durchgeführt werden. Welche Untersuchungen sinnvoll sind, besprechen wir transparent vorher.

Manche Patientinnen profitieren von einer längerfristigen medikamentösen Behandlung — andere kommen mit einer Kombination aus Lebensstilmaßnahmen und gezielten Interventionen gut zurecht. Ob und wie lange eine Therapie sinnvoll ist, hängt vom Verlauf, den Beschwerden und der individuellen Situation ab und wird regelmäßig überprüft.

Bereit, einen Termin zu vereinbaren?

Buchen Sie online rund um die Uhr oder rufen Sie uns gerne an – wir sind für Sie da.

Kontakt

So finden Sie uns.

Praxisadresse

Adresse Florastraße 8
41539 Dormagen

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten ab 1. Juli 2026
Montag 08:30 – 14:00
Dienstag 08:30 – 13:00 | 14:30 – 17:30
Mittwoch 08:30 – 13:00
Donnerstag 08:30 – 13:00 | 14:30 – 17:30
Freitag 08:30 – 14:00
Videosprechstunde: Mo 20:00–22:00 Uhr

Wir sind gerade in der Einarbeitung in der Praxis. Aktuell erreichen Sie mich vor Ort nur freitags von 8:30 – 12:00 Uhr.

In Notfällen außerhalb der Sprechzeiten: Notfallpraxis Dormagen, Dr.-Geldmacher-Straße 20, 41540 Dormagen, Tel. 02133 / 26 95 95. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117.

Anfahrt

Gut erreichbar mit PKW und ÖPNV. Großer kostenfreier Parkplatz am Schützenplatz in wenigen Gehminuten.

Zur Kontakt- & Anfahrtsseite
Termin buchen